– Dr. Marcus Täuber: Das Ende der Angst –

Dr. Marcus Täuber überreicht Yogi Günter im Yomavital Gerasdorf ein Buch

Zu früher Morgenstunde, noch bevor mein Faszien Gesundheitskurs in meinem Yogastudio in Gerasdorf startete, durfte ich Dr. Marcus Täuber persönlich willkommen heißen. Es kommt schließlich nicht alle Tage vor, dass man ein Rezensionsbuch vom Autor selbst – noch dazu signiert – überreicht bekommt.

Bei einem Morgenkaffee plauderten wir entspannt über das Buch, Faszien und natürlich auch über Gott und die Welt – bis dann meine Faszienkursteilnehmer im Yomavital Studio eintrafen. Ich freue mich daher besonders, dieses Buch zu rezensieren, ich bleibe wie immer bewertungstechnisch neutral.

Buchinhalt von „Das Ende der Angst“

Buchtitel: Das Ende der Angst
Untertitel: Wie sie entsteht – wie sie wirkt – wie du sie besiegst. Die Brain Changer Methode des Neurobiologen
Autor: Dr. Marcus Täuber
Genre: Psychologie, Lebenshilfe, Ratgeber,
Erscheinungsdatum: 11.10.2025
Bindung: Softcover
Seiten: 220 Seiten
Handlichkeit: 21,5×13,5 cm
Lesespaß: sehr Sofa-und-Liegestuhl kompatibel
Verlag: Goldegg
ISBN-13: 978-3-99060-529-5

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dr.taueber das ende der angst buchcover
Klappentext

Meine Buchrezension

Nach meiner Buchrezension „Gute Gefühle“ aus dem Jahr 2022 nun die zweite Buchrezension von Dr. Marcus Täuber. Was mir an Täuber grundsätzlich gefällt: Er schreibt so, dass man als Normalmensch nicht nach drei Seiten das Gefühl hat, ein Neurobiologie-Studium nachholen zu müssen. Stattdessen: verständlich, flott, praxisorientiert. Und ja – das Thema trifft gerade einen Nerv. Viele Menschen laufen mit einem inneren „Was-wäre-wenn…“-Dauerstream herum. Das ist wie ein Nachrichten-Ticker im Kopf, nur ohne Aus-Schalter.
Ich merke in meinen Yogakursen, aus vielen Gesprächen mit meinen Yoginis und Yogis, wie präsent Stress und Ängste sind und wie schnell diese sich wieder auflösen können, nach Bodyscan, der progressiven Muskelentspannung, Atemübungen und der geführten Meditation am Ende der Yogastunde.

Angst entmystifizieren

Der Einstieg arbeitet sauber heraus, dass Angst nicht „nur ein Gefühl“ ist, sondern ein ganzer körperlicher Prozess: Stresssystem, Cortisol, Alarmreaktionen – und wie schnell das in Grübelschleifen kippen kann. In der Sprache des Autors spielt dabei die Amygdala gern „Alarmanlage“, während der präfrontale Kortex die „Was-wäre-wenn“-Stories liefert. Das ist hilfreich, weil es entschuldigt: Du bist nicht „komisch“, dein System macht gerade Überstunden.

Besonders stark fand ich die Differenzierung zwischen „guter“ Angst (die dich schützt) und „schlechter“ Angst (die dich einschränkt). Allein das kann schon Druck rausnehmen: Ziel ist nicht, angstfrei wie ein Stein zu werden – sondern wieder handlungsfähig.

Im Krisenmodus bleiben

53% fühlen sich durch Plattformen wie Instagram oder Facebook noch ängstlicher, schreibt Dr. Täuber. Der Autor beschreibt ziemlich treffend, wie Social Media, Vergleich, Doomscrolling und ständiges Vermeiden Angst eher füttern. Sinngemäß: Viele Wege führen raus – aber keiner führt komplett an der Angst vorbei. Das ist unbequem, aber ehrlich. Und irgendwie auch Yoga-Logik: Du musst nicht alles wegdrücken, du darfst es wahrnehmen – und dann bewusst reagieren.

Meine eigene Erfahrung mit Facebook: Ich selbst benutzte Facebook nur zum Bewerben meiner Yogakurse und meiner personalisierten Bücher, auf Instagram bin ich angemeldet aber nicht aktiv. Ich spürte beim Scrollen auf Facebook oft ein Unwohlsein, hatte aber gleichzeitig Freude daran, Beiträge über Yoga- und Faszienthemen zu schreiben. Die Werbeaufforderungen von Facebook habe ich konsequent ignoriert – weder Geld noch Lust, dort Werbung zu schalten.

Im November 2025 sperrte mir Facebook (zum zweiten Mal alle Konten, auch das private) – ohne Begründung. Da hatte ich Angst! Wie bewerbe ich meine Yogakurse? Einspruch gegen die gemeine Sperre hatte ich getätigt, digital natürlich. Mark Zuckerberg dürfte aber wenig Zeit haben. Warum wurde ich ohne Grund gesperrt? Lag es daran, dass ich zu wenig Werbeeinnahmen bringe? Soll ja bei Facebook schon vorgekommen sein. Oder hat die Meta-Spam-KI wieder einmal überreagiert, weil Begriffe wie „Yogakurse“ und „personalisierte Taufbibel“ zusammen plötzlich verdächtig wirken? Ein Yogalehrer der Bücher zur Taufe schreibt dürfte in den Facebook KI Gehirnen höchst verdächtig sein, lieber rauswerfen! Vielleicht mögen sie auch kein Yoga und lesen keine Bücher mehr. Nach einigen Wochen unfreiwilliger Facebook-Abstinenz fühle ich mich großartig. Es gibt auch ein Leben nach Facebook 🙂

Raus aus der Angstspirale – mit Methode

Spannend wird’s im Praxisteil: Die Brain-Changer-Methode wird als Ansatz beschrieben, der (vereinfacht gesagt) Fokus, emotionale Bilder und stärkende Suggestionen kombiniert, um Denk- und Stressmuster tiefer umzubauen. Dazu kommt ein Methodenmix, der je nach Situation passt – von Achtsamkeit über Atemtechniken bis zu Visualisierungen. Da hatte ich beim Lesen mehrmals dieses Gefühl: „Okay, das ist eigentlich ein mentaler Trainingsplan – wie Krafttraining, nur für den Kopf.“

Und hier musste ich als Yogalehrer natürlich innerlich nicken: Atem & Aufmerksamkeit sind oft die schnellsten Hebel, um das Nervensystem wieder auf „hier und jetzt“ zu bekommen. Wenn der Atem ruhiger wird, bekommt auch die Alarmanlage weniger Futter. (Und wenn nicht: dann war’s wenigstens ein guter Versuch – besser als weiter im Kopf-Karussell zu sitzen.)

Werkzeuge aus dem Buch, die Yogis kennen

Drei Ansätze von Dr. Täuber als alltagstaugliche „Regulations-Werkzeuge“ – also Methoden, mit denen du dein Nervensystem wieder vom Alarmmodus (Sympathikus) in Richtung Ruhe/Handlungsfähigkeit (Parasympathikus) bringen kannst. Ich kenne diese Werkzeuge sehr gut aus meinen Ausbildungen und Yogakursen und kann die Wirksamkeit bestätigen.

Alle drei Methoden trainieren Selbstwirksamkeit: Du wartest nicht darauf, dass Angst „von allein weggeht“, sondern bekommst Tools, um deinen Zustand aktiv zu beeinflussen – kurzzeitig zur Beruhigung und langfristig zur Stabilisierung.

Atemübungen

Atemtechniken sind so etwas wie die Fernbedienung fürs Stresssystem: Wenn der Atem flach und schnell ist, bleibt der Körper eher in „Gefahr“-Bereitschaft. Wird er ruhiger und länger, bekommt das Gehirn das Signal: Es ist gerade okay.
Typische Effekte: mehr körperliche Ruhe, weniger Gedankendruck, besserer Schlaf-„Anlauf“.
Persönliche Anmerkungen: Eine sehr beruhigende und Angstlösende Atemübung aus dem Yoga ist die Wechselatmung, auch Nadi Shodana genannt. Hinter dem Link findest du eine Beschreibung, wie es geht.

Yoga

Yoga wirkt als Kombination aus Bewegung, Körperwahrnehmung und Atem. Genau diese Mischung ist bei Angst hilfreich, weil sie dich aus dem Kopfkino zurück in den Körper holt – und gleichzeitig Spannung abbaut, die sich oft unbemerkt festsetzt (Schultern, Kiefer, Bauch).
Kurz gesagt: weniger Grübeln, mehr Erdung – und ein Gefühl von „Ich kann etwas tun“.

Progressive Muskelentspannung

Progressive Muskelentspannung (PMR) arbeitet nach einem einfachen Prinzip: anspannen – lösen – nachspüren. Dadurch lernt dein System wieder, den Unterschied zwischen Spannung und Entspannung klar zu erkennen (viele sind bei Stress dauerhaft „halb angespannt“, ohne es zu merken).
Das ist besonders praktisch, wenn Angst sich stark körperlich zeigt (Unruhe, Zittern, Druck, Enge).

Meine sehr guten Gefühle zum Buch

Ein sehr brauchbarer, moderner Angst-Ratgeber, der nicht dramatisiert, sondern ermutigt – und dir das Gefühl gibt: Da ist ein Weg raus. Schritt für Schritt. Und ja, auch wenn der Kopf wieder diskutieren will. Sehr gut fand ich, dass Dr. Täuber auch seine eigenen Angst Situationen beschreibt und seinen Weg aus der Angst-Falle.

Meine achtsame Buchbewertung
Buchrezension 7 Yogis

Bewertungsyogis

7 Yogis: ausgezeichnetes Buch, echt klasse!
6 Yogis: sehr gutes Buch!
5 Yogis: wirklich gutes Buch!
4 Yogis: lesenswert, muss aber nicht sein!
3 Yogis: durchschnittliches Buch
2 Yogis: leider umsonst gelesen
1 Yogi: furchbares Buch


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